
„Bologna ist der wichtigste Messeplatz für Kinderbücher und ihre Illustratoren", beschreibt Prof. Marcus Herrenberger die Bedeutung der internationalen Messe, die jedes Frühjahr in Italiens nördlicher Universitätsstadt stattfindet.
Der Hochschullehrer am Fachbereich Design der Fachhochschule Münster stellt dort Buchprojekte von seinen Studierenden und Absolventen vor.

Zwei Mitglieder des „Walser-Clans“ sorgen derzeit für Aufmerksamkeit, Martin Walser mit „Mein Jenseits“ und Alissa Walser mit „Am Anfang war die Nacht Musik“. Der Literaturverein konnte jetzt einen Familienvertreter für eine Lesung in der Stadtbücherei gewinnen: Am Freitag, 12. März, präsentiert die dritte Tochter des bekannten Schriftstellers ihr neues Buch.

Wie die Orgelpfeifen stehen sie aufgereiht, die zwölf Elefanten des Zirkus Althoff. Quer durch die Domstadt müssen sie, Polizei und ein Pulk von Schaulustigen folgen in respektvollen Abstand. Das Ziel: Ihre Artgenossen August und Jule im münsterschen Zoo zu besuchen.

Die Ausstellungsvorbereitungen im Landesmuseum am Domplatz haben begonnen: Bilder sind gegen die Wand gelehnt, Verpackungsmaterial stapelt sich auf dem Boden. Mittendrin steht der Künstler Christoph Worringer und koordiniert zusammen mit Museumsdirektor Dr. Hermann Arnhold die Anordnung der Gemälde.

Karl Friedrich Kolbow war von 1933 bis 1944 als westfälischer Landeshauptmann Verwaltungschef des Provinzialverbandes Westfalen, dem Vorgänger des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). Der LWL gibt jetzt die Tagebücher des Nationalsozialisten heraus. Zur Präsentation der neuen Quellenedition wird am Mittwoch, 3. März, ins Landeshaus eingeladen.

Wer nicht verzeiht, bleibt stehen, auch in seiner persönlichen Entwicklung. Also braucht das Thema „Versöhnung“ offenbar einen Platz im Leben der Menschen. „Gerade die Fastenzeit, die mit dem Aschermittwoch beginnt, bietet solch einen Raum für Umkehr und Neuanfang“.

Ob Salome, Circe oder Cleopatra: Seit Urzeiten ist die „femme fatale“ ein beliebtes Motiv in der Kultur. Unter dem Titel „Eros und Macht – die femme fatale in der Literatur der Jahrhundertwende“ stellen die Städtischen Bühnen in ihrer Reihe „Theatergespräche“ ab Montag, 22. Februar, die großen Verführerinnen in der Literatur um 1900 vor.

In den vergangenen Jahren hat sich in Münster dank Lesebühnen und Poetry Slam eine facettenreiche Literaturszene herausgebildet. Der Sonderpunkt Verlag hat jetzt die lokalen Größen und Drahtzieher dieser Entwicklung in einer Anthologie zusammengefasst. „Frische Eier“, so der Titel, wird am Samstag, 13. Februar, von TatWort in der „Grünen Wiese“ präsentiert.

Er ist komisch und derweil übertrieben, skurril und doch genial: Der Rezitator Harry Rowohlt ist berühmt für seine exzessiven Solo-Auftritte. Am Donnerstag, 18. Februar, wird der Sprachkünstler mit dem Germanisten Christian Maintz das Programm „Lieber Gott, Du bist der Boß, Amen! Dein Rhinozeros“ im Café Gleis 22 vorstellen.

Levin Schücking und Louise von Gall-Schücking lebten lebten ein Leben für die Literatur: Er, einer der meistgelesenen Romanautoren des 19. Jahrhunderts, sie, eine Salonschreiberin mit frühemanzipiertem Gedankengut. Die LWL-Literaturkommission hat dem Schriftstellerehepaar zwei Publikationen gewidmet, die ihre literarhistorische Bedeutung herausstellen.

Seit mehreren Jahren forscht der Flensburger Reinhard Großmann nach Verwandten seines jüdischen Großvaters, von denen die meisten im Ghetto Lodz von den Nationalsozialisten ermordet wurden. Die Beschäftigung mit dieser Geschichte schlug sich nieder in den „Lodzer Texten“. Am Mittwoch, 10. Februar, liest Großmann daraus im Geschichtsort Villa ten Hompel.

Der Literaturverein Münster eröffnet sein Jahresprogramm der bedeutenden Schweizer Gegenwartsautorin Ilma Rakusa. Am Montag, 8. Februar, wird die Schriftstellerin im Lesesaal der Stadtbücherei aus ihrem autobiographischen Buch „Mehr Meer“ vortragen.

„Es war wie Hexenjagd ...“ Die münstersche Historikerin Dr. Gisela Schwarze hat wieder ein bisher wenig bekanntes und vor allem kaum aufgearbeitetes Kapitel der Nazi-Zeit ans Licht geholt: Sie zeigt in ihrem neuen Buch, wie vor allem Frauen für Dorfpolizisten, Gestapomänner, Firmenobleute, fanatische Juristen und „ganz gewöhnliche Denunzianten“ zum Freiwild wurden.

Der Nachlass des bedeutenden preußischen Reformers Freiherr von Stein liegt auf Schloss Cappenberg im Kreis Unna. Bislang war es nur durch ein über 70 Jahre altes maschinengeschriebenes Nachschlagewerk zugänglich. Jetzt hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) das Vermächtnis mit einem neuen zweibändigen Findbuch erschlossen.

Mit ausgewählten Hörspielen wird am Wochenende Deutschlandradio Kultur im münsterschen Planetarium zu Gast sein: Die Zuhörer erwarten am Freitag, 29. Januar, zwei turbulente Kriminalhörspiele. Am Samstagabend, 30. Januar, stellt der Sender zwei Hörspiele vor, die unterhaltsam mit Grenzen spielen.

















