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Das war schon eine klare Angelegenheit zwischen den beiden Klassenkonkurrenten: Im abschließenden Spiel der Vorrunden-Gruppe C des Tuja-Cups in Gievenbeck zwischen den münsterischen Landesliga-Rivalen TuS Hiltrup und VfL Wolbeck fuhren die Fußballer von Trainer Thomas Fuchtmann ein überaus deutliches 3:0 (3:0) ein. Damit steht der TuS am Samstag im Viertelfinale des Turniers und muss gegen Union Lüdinghausen ran.
Vor allem in den ersten 40 Minuten war ein Klassenunterschied zwischen beiden Teams zu erkennen. Der TuS war den – zugegebenermaßen erheblich ersatzgeschwächten – Wolbeckern von Carsten Becker in allen Belangen überlegen. Sattelfest in der Defensive, temporeich im Spiel nach vorn, überlegen in den Zweikämpfen und der Spielorganisation – und letztlich auch vor dem gegnerischen Tor. Der VfL hatte beim Schlusspfiff nicht eine einzige echte Chance zu verzeichnen, die Hiltruper dagegen mussten weit mehr als die drei Treffer erzielen.
Becker: "Klassenunterschied"
„Sicher, das war ein Klassenunterschied. Daran wird sich auch in der Saison nicht viel ändern. Der TuS will nach oben, wir kämpfen um den Klassenerhalt“, so Jubilar und Fuchtmann-Nachfolger Becker, der am Mittwoch seinen 39. Geburtstag feierte. Allerdings musste Becker – wie schon die Woche zuvor beim Fuchs-Cup in Amelsbüren – auf Stammplatzkandidaten wie Mohammadi, Herdin, Mackel, Möller oder Christian Becker urlaubs-, respektive verletzungsbedingt, verzichten. „Das zieht sich durch die Vorbereitung, da sind keine Automatismen, wir sind immer noch nicht weiter als beim Fuchs-Cup. Wenigstens ist die Mannschaft in guter körperlicher Verfassung“, weiß Becker, dass ihm die Zeit davonläuft.

TuS dominant
Der TuS dagegen ist schon deutlich weiter, drückte dem Match von Beginn an seinen Stempel auf. Für die stets in der Vorwärtsbewegung agierenden Hiltruper hatte Whitson schon nach drei Minuten die erste dicke Chance, seine zweite nutzte er dann sieben Minuten später zum 1:0, nachdem Oliver Logermann im ersten Anlauf gescheitert war. Logermann selbst erhöhte aus eigentlich unmöglichem Winkel in der 23. Minute, hier sah VfL-Keeper Moritz Ostrop nicht gerade gut aus. Für das 3:0 sorgte dann wieder Whitson: nach einem klugen Logermann-Pass ließ Tim Bothen dem Brasilianer den Ball, der mit dem Leder am Fuß Ostrop umkurvte und zum Endstand einschob (30.).
TuS-Manko: Chancenverwertung
Mit Kirchhoff, Lübke, Wellenreuther, Kockmann und Castro baute Fuchtmann dann zum Seitenwechsel die halbe Mannschaft um. Mit der Wirkung, dass es bei den Hiltruper bei weitem nicht mehr so flüssig lief wie in den ersten 40 Minuten. Dennoch hätten zweimal Logermann und Wellenreuther den Sieg noch deutlich höher hätten ausfallen lassen können.

Fuchtmann ärgerte sich nach dem Abpfiff über die zweite Spielhälfte: „Damit bin ich nicht zufrieden. Da haben wir die Konsequenz vermissen lassen. Und in der Torchancenverwertung ist auch noch Luft nach oben“, so der Ex-Wolbecker. Am ersten Landesligaspieltag treffen beide Teams erneut aufeinander. „Da werden wir einen anderen VfL erleben“, ist sich Fuchtmann sicher, „wenn die, die heute gefehlt haben zurück sind, wird das eine richtig schwere Aufgabe.“ Für seinen Nachfolger Carsten Becker waren diese Worte zumindest am Mittwoch nur ein schwacher Trost.
Namen und Zahlen:
TuS Hiltrup: Böcker – Stöpel (41. Lübke), Günner (41. Kirchhoff), D. Bothen (60. Bulic), Lambert (41. Castro) – T. Bothen, Kleine-Wilke – Paton, Logermann, Weverson (41. Kockmann) – Whitson (41. Wellenreuther)
VfL Wolbeck: Ostrop – Pegel, Leonard, Honermeyer (50. Kone), Thies – Kluczniok (31. Hecker), Kahl (50. Sousa) – Ruppel, Pepping, Nusue Manque (60. Günther) – Terhaar
Tore: 1:0 und 3:0 Whitson (10., 30.), 2:0 Logermann (23.)
Die weiteren Spiele vom Mittwochabend:
Gruppe D: SC Münster 08 – TuS Ascheberg 5:0 (4:0)
Tore: 1:0 Miske (10.), 2:0 A. Klemke (18.), 3:0 Gomez (25.), 4:0 Abdel Ghany (30.), 5:0 Krämer (77.)
Gruppe B: SV Herbern – Westfalia Kinderhaus 1:4 (0:2)
Tore: 0:1 Zegiri (3.), 0:2 Lamskemper (14.), 0:3 Dan (51.), 0:4 Göcking (63.), 1:4 Mrowiec (72.)
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