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mit #b-junioren, münster

Ein ernstes Wörtchen

Hallenfußball

Das Verhältnis zwischen den Rivalen 1. FC Gievenbeck und SC Münster 08 geht in Teilen schon lange – und kein Mensch weiß so richtig, warum – über den sportlich gewünschten Wettbewerb hinaus. Man mag einander kaum. Und zurzeit geht gar nichts. Die neue Eiszeit ist angebrochen.

Samstag spielte ein B-Juniorenfußballer beim SC Münster 08 die Stadtmeisterschaften mit, der im November Knall auf Fall den 1. FC Gievenbeck verließ, um zum Stammverein zurück zu kehren. Nach Lage der Dinge ist der 16-Jährige erst im Mai wieder spielberechtigt für 08 – nach Ablauf einer halbjährigen Sperre statt nach einer Drei-Monats-Frist, die abzusitzen er statutengemäß eh genötigt wäre, würde der abgebende Verein ihm zum Wechsel die Freigabe erteilen.

Die aber gibt es nicht einfach so seitens des FCG, zu dem der Spieler erstens im Sommer gerne wechseln wollte und bei dem er zweitens auch sportlich klar kam. Nach Traineraussage wurde der FCG vollkommen überrascht vom Rückwechsel, denn den Willen dazu tat der Jungkicker nicht kund. Er verschwand einfach so. Ohne Erklärung, mitten in der Saison. Ein Unding im Teamsport.

Eine Erklärung fordert der FCG jetzt ein, der sich dem Wildwuchs auf der Wechselbahn nicht beugen will und dem das Gebaren in diesem Fall schon aus erzieherischer Sicht ein ernstes Wörtchen wert wäre. Jetzt tobt längst die verbale Schlammschlacht, um es mal so zu nennen, die in Wirklichkeit nur pure Sprachlosigkeit ist. Wem ist damit gedient? Genau – niemandem.

Da es im FCG und im SCM ausreichend Menschen mit klarem Verstand gibt, scheint es uns schlechterdings kaum denkbar, dass sich keine Seite der anderen annähert. Den ersten Schritt dazu sollte aber der Juniorenspieler machen – und sich entschuldigen beim (Ex-)Team und den (Ex-) Trainern.

Thomas Austermann

 
 
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