Grevener Straße: Unabhängiges Fachschaften-Forum der Uni sieht auch CDU und FDP in der Pflicht

Aktivisten aus dem besetzten Haus an der Grevener Straße Nr. 53: Mit ihren ausgehängten Transparenten fordern sie "bezahlbaren Wohnraum" zu erhalten. [Foto: Halberscheidt]
In die Diskussion um das besetzte Kommunikationszentrum an der Grevener Straße Nr. 53 hat sich jetzt auch das unabhängige Fachschaften-Forum (uFafo) der Uni eingemischt. Tenor der Stellungnahme: "Wieder einmal demonstrieren junge Menschen für mehr preiswerten Wohnraum, wieder einmal sind Gebäude besetzt. Und abermals werden sie von Behörden und Parteien nahezu ignoriert."
"Der Erhalt der Häuser", argumentiert Jörg Rostek, uFaFo-Aktivist und zugleich Mitglied des Studierendenparlaments, "bedeutet den Erhalt preiswerten Wohnraums." Deshalb sei die Gebäudezeile nicht nur für das Stadtbild prägend, sondern auch sozialpolitisch bedeutsam, argumentiert Jörg Rostek. "Wenn die Bewohnerinnen und Bewohner ein Gespräch mit der Wohn- und Stadtbau suchen, dann sollten sie es auch bekommen", hofft er auf Verhandlungsbereitschaft.
Sozialer Wohnraum
"Und wenn eine Stadt wie Münster sozialen Wohnraum verspricht, sollte sie dieses Versprechen auch halten. Dafür allerdings sind Gespräche notwendig, um Lösungen zu finden, die alle zufrieden stellt." Die Situation dürfe nicht noch einmal eskalieren. "Hier sind die Fraktionen von CDU und FDP, die im Rat die Mehrheit bilden, in der Verantwortung."
Für das unabhängige Fachschaften-Forum ist der "geplante Abriss der Grevener Straße ein Symbol für den Abbau preiswerten Wohnraums". Dieser sei jedoch für finanziell schwächer gestellte Mitglieder der hiesigen Stadtgesellschaft, "und dazu gehören auch Studierende", von essentieller Bedeutung.
Entgegenkommen
Die Wohn + Stadtbau ihrerseits beruft sich hinsichtlich ihrer Planungen auf gültige Rats- und Aufsichtsratsbeschlüsse, verweist zudem auf das eigene Entgegenkommen in der Sache. Einvernehmliche Regelungen mit den Mietern seien überdies erzielt worden oder stünden kürz vor dem Abschluss. "Bis auf ein, zwei Fälle", betont Geschäftsführer Klemens Nottenkemper, "sind die übrigen bereits anderweitig versorgt worden."
Seitens der Besetzer wiederum wird vorgeschlagen, den Abriss der Gebäude 53 und 55 bis zur Kommunalwahl auszusetzen.
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