Früherer "Versetzt"-Mieter legt Erklärung nach: Problematik an der Grevener wurde konsequent ausgesessen

Das "Versetzt" an der Grevener Straße - seit der Nacht zu Neujahr haben es Mitglieder autonomer Initiativen in Beschlag genommen. [Foto: Halberscheidt]
In der aktuellen Auseinandersetzung um die Gebäudezeile an der Grevener Straße erklärt der Verein für Autonomie, Soziokultur und Kommunikation (ask e.V.) seine Solidarität mit den Besetzern. Der frühere Mieter im Kommunikationszentrum "Versetzt" hatte in der vergangenen Woche unter Protest das Haus Nr. 53 verlassen sowie die Schlüssel abgegeben.
Während der Nacht zu Neujahr nahmen daraufhin Mitglieder autonomer Initiativen den früheren Treffpunkt in Beschlag - die vierte Protestaktion dieser Art in zwei Jahren. Damit sei die "Grevener" zum Symbol für den ungebrochenen Willen jener Münsteraner geworden, die Verdrängung "benachteiligter Bevölkerungsgruppen" nicht widerspruchslos akzeptieren würden, heißt es in dem Papier der ask-Aktivisten. Wie sie weiter ausführen, lasse sich der schwelende Konflikt nunmehr dadurch lösen, indem die Abrisspläne unverzüglich gestoppt würden.
"Politische Auseinandersetzung"
Außerdem müsse jetzt dauerhaft jenes soziale Zentrum geschaffen werden, das Parteien und Verwaltung bereits bei der Räumung der Uppenbergschule vor neun Jahren versprochen hätten. Die Unterzeichner der Erklärung machen keinen Hehl aus ihrer Meinung, dass die gesamte Problematik seitdem von den Handelnden in dieser Stadt "konsequent" ausgesessen worden sei: Mittlerweile eine politische Auseinandersetzung, die auch nur "auf politischer Ebene" beigelegt werden könne. Deshalb plädieren die Briefschreiber dafür, jetzt keine "voreiligen Schritte" einzuleiten.
In dem Zusammenhang sei es überfällig, das "ewige Hin- und Herschieben von Verantwortlichkeiten" zwischen der Wohn + Stadtbau als kommunaler Baugesellschaft einerseits, Politik und Verwaltung andererseits zu beenden. Stattdessen gelte es den Erhalt der Grevener Straße 31 bis 55 zu sichern, darüber hinaus die Abrisspläne für die Nummern 53 bis 55 mindestens bis zur nächsten Kommunalwahl auszusetzen.
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