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TOP-Thema

Geldscheine und Münzen
[10.03.2010 | CKR]

Mit einem schwarz-rot-rotem Votum für den Haushaltsentwurf 2010 ist am Mittwochabend, 10. März, der Finanzausschuss zu Ende gegangen. Nach einigen sticheligen Debatten über das Für und Wider diverser Steueranpassungen zeigten sich lediglich Vertreter von FDP und Grünen von dem endgültigen Etatplan nicht überzeugt.

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TOP-Aktuelles

Featurebild: Eröffnung mit Beate Vilhjalmsson und Dietrich Rengstorf
[11.03.2010 | KOE]

Mit einem Espresso in der Hand blickt Münsters Bürgermeisterin Beate Vilhjalmsson auf den kleinen Roboter, der ganz von alleine den Rollrasen mäht. Nach  ihrer Eröffnung der 14.  Fachmesse „Bauen und Wohnen“ möchte sie sich einen persönlichen Überblick verschaffen, was es für Neuigkeiten gibt.

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TOP-Wirtschaft

Gruppenfoto "ITB"
[11.03.2010 | ECHO]

Kontakte knüpfen, Kooperationen aufbauen, Trends und Neuerungen entdecken: Die Internationale Tourismusbörse ITB tagt wieder in Berlin. Ebenfalls bei dem beliebten Branchentreff vertreten ist der Messestand aus dem Münsterland, präsentiert von dem Verein Münsterland e.V. in Zusammenarbeit mit der Stadt Münster und dem Flughafen Münster Osnabrück.

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TOP-Kultur

Freuynde & Gaesdte
[11.03.2010 | LUH]

Die Atmosphäre hat schon etwas morbides. Verrat und Intrigen - ersonnen meist vom grimmen Tronjer Hagen - sind nicht die Ausnahme, sondern die Regel: Das Theater Freuynde und Gaesdte bringt die Mutter aller deutschen Sagas ins Kuhviertel. Und das Blaue Haus wird zum Wormser Hof der Burgunder.

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TOP-Sport

Fußball-Schiri
[11.03.2010 | TA]

Noch ist ungewiss, was sich am Wochenende in den Fußballklassen tut. Der überharte Winter hat eh schon so viele Spielausfälle produziert, dass die Kicker ihre Pläne für April und Mai umschreiben müssen. Am Osterwochenende zum Beispiel ballen sich die Begegnungen – manche Teams müssen am 3. und 5. April ran. Da ist Ärger vorprogrammiert.

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TOP-Hochschulen

Prof. Völker beim Training
[11.03.2010 | ECHO]

Kraft oder Ausdauer: Welches Fitnesstraining hilft besser gegen Rückenschmerzen? Eine Dauerdiskussion bei den Betroffenen – und zu denen gehört in Deutschland jeder Dritte.

Für den Sportmediziner Prof. Klaus Völker und den Sportwissenschaftler Dr. Udo Niesten-Dietrich gibt es eine Antwort auf die Frage: Am wirksamsten ist ein regelmäßiges ausdauerbetontes Fitnesstraining.

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TOP-Kaleidoskop

Delfine im Delfinarium Münster
[10.03.2010 | CKR]

Die Gerüchte um das Delfinarium in Münster, seit einigen Tagen brodeln sie wieder. Und das, obwohl eigentlich nichts passiert ist: „Ja, wir führen Gespräche über die Zukunft der Anlage“, räumt Zoodirektor Jörg Adler ein, betont aber auch: „Der Austausch läuft zunächst rein intern, Entscheidungen stehen aktuell nicht an.“

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Anti-AKW-Kampagne endete auf dem Domplatz: "Renaissance der Kernkraft ist ein fataler Fehler"

Probebohrung: "Inszenierung" auf dem Domplatz

Auf der Suche nach dem Endlager: Die Campact-Aktivisten kamen bei ihrer Anti-AKW-Kampagne auch in Münster zu der Auffassung, dass sich die Stadt nicht als Deponie von noch strahlendem Uran eignet. [Foto: Thiessen]

[20.09.2009 | EJT]

Probebohrung auf dem Domplatz? Nein - keine Sorge. Es war lediglich ein provokant aufgezogenes Happening. Mit seinem am Samstagnachmittag initiierten, ungewöhnlichen Protestzug heizte das Kampagnen-Netzwerk Campact die Diskussion um den Atomausstieg neu ein.

So ließ die Organisation eine bunte Kolonne aus einer täuschend echten Castor-Attrappe samt Lastwagen, zahlreichen Aktivisten in Strahlenschutzanzügen und Atommüllfässern durch die Innenstadt ziehen. Höhepunkt dieser publikumsträchtig organisierten Endlagersuche war dann die spektakuläre Abschlussveranstaltung vor dem Dom: Nach einer "Tournee der Empörung" (O-Ton der Macher) war Münster nun die dreizehnte Stadt, in der die Teilnehmer mit Geigenzählernachbildungen und riesigen Lupen Gesteinsproben untersuchten. Wie in den anderen Orten kam man auch hier zu dem Schluss: Zur Deponie von noch strahlendem Uran ungeeignet.

Gefährliche Abfälle

Dass auch Gorleben und Asse hierfür nicht in Frage kämen, griff Campact-Geschäftsführer Christoph Bautz in seiner anschließenden Rede auf. „Selbst Pinoccio würde sich für solche Lügen schämen“, kommentierte er wütend jene Gutachten, in denen die beiden Orte einst zu geeigneten Lagern erklärt worden wären. Nirgendwo seien die gefährlichen Abfälle sicher zu entsorgen, fuhr Bautz fort, weshalb die von der CDU propagierte „Renaissance des AKW“ ein fataler Fehler wäre – auch finanziell, da die Kernenergie von hohen Subventionen abhängig sei.

Heiner Möllers, der erste Vorsitzende der Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“, verlieh seinem Zorn ebenfalls Ausdruck: Eine „große Sauerei“ sei es, dass die ursprünglich zeitliche Lagerbegrenzung bis 2036 in Ahaus einfach aufgehoben würde – ohne irgendeinen Kommentar seitens der Strahlenschutzbehörde. Nach den „illegalen Aktionen“ in Gorleben habe er, Möllers, jegliches Vertrauen in die zuständigen Institutionen verloren. Vor diesem Hintergrund appellierte er an seine Zuhörer: "Wenn Unrecht zu Recht wird, dann wird Widerstand zur Pflicht."

"Brückentechnologie"

Doch Campact will nicht nur den Einzelnen aufrütteln, sondern auch die Politiker zur Verantwortung ziehen: So befragte Bautz Münsters Spitzenkandidaten im Hinblick auf die Bundestagswahl. Ruprecht Polenz (CDU) und Sebastian Herold (FDP) sprachen sich erneut für die Kernenergie als "Brückentechnologie" aus, da eine komplette Umstellung auf regenerative Quellen schlicht nicht finanzierbar sei. Hubertus Zdebel (Linke) plädierte für ein Enteignungsgesetz – mit seiner Partei im Bundestag würde die entsprechende juristische Basis geschaffen, um den Besitz der Stromanbieter in das Eigentum der Gesellschaft zu überführen.

Dass „die Macht der Monopolisten beschnitten werden muss“, stand auch für Bärbel Höhn (Bündnis 90/ Die Grünen) fest. Sie votierte gegen Kernkraft, mochte die brisante Problematik nicht einem schwarz-gelben Bündnis überlassen. Kein ,Wenn und Aber'  gab's zudem für Christoph Strässer (SPD): „Was da teilweise passiert ist, macht einem Angst und Bange. Wir müssen beginnen, uns von dieser Energiequelle verabschieden.“

Bautz wiederum zeigte sich insgesamt zufrieden mit dem Ablauf des Nachmittags. „Für eine relativ kleine Stadt wie Münster", bilanzierte er, "sind 200 Leute, die sich beteiligen, schon ganz ordentlich. Insgesamt haben wir in den letzten Wochen rund 5000 Bürger auf die Straße gebracht. Aufmerksamkeit konnten wir auf jeden Fall erregen.“

Eva Jasmin Thiessen

News von: OPEN:ECHO