Vor dem Kramermahl im Jubiläumsjahr: Bischof Felix feiert mit den Kaufleuten Gottesdienst

Mit wunderbarem Sound in der Hallen-Kirche untermalten Blechbläser den Gottesdienst. [Alle Fotos: Hänscheid]
Zu Gast bei „ehrbaren Kaufleuten“, erinnerte Bischof Dr. Felix Genn heute Abend bei einem Gottesdienst in St. Lamberti an den, auf den sich die Werte der Gesellschaft wie Ehre, Moral und Ethik gründeten: „Wir müssen zu allererst Gott die Ehre geben – und das Amen der Menschen dazu muss auf dem Prinzipalmarkt und in Ihren Geschäften ankommen“.
Gemeinsam mit dem Pfarrer der Innenstadtgemeinde, Dr. Ludger Winner, zelebrierte er einen Dankgottesdienst anlässlich des 175-jährigen Bestehens des Vereins der Kaufmannschaft von 1835 im Vorfeld des traditionellen Kramermahls, das anschließend im Rathaus zelebriert wurde. Ehrengast in diesem Jahr ist dort der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom, René Obermann.
Freundlich aufgenommen

Ehe Oberbürgermeister Markus Lewe dort jedoch die Teilnehmer begrüßte, saß er in der ersten Kirchenbank mit dem Vorstand des Vereins und hörte, wie sich der Bischof gerne an die freundliche Aufnahme durch die Kaufleute, die zu seiner Einführung im vergangenen März die „Gute Stube“ geflaggt hatten, erinnerte. „Ich bete darum, dass Ihr Wirken in der Stadt und für die Stadtgesellschaft von Gott gesegnet wird“, begrüßte Bischof Genn die Mitglieder des Vereins.
Herausforderungen
In seiner Predigt ermunterte er die Geschäftsleute, sich angesichts der vielschichtigen Herausforderungen der Zeit – von Wirtschaftskrise bis zur Globalisierung, von ökologischen Fragen bis hin zu Krieg und Frieden – auf die Grundlagen zu besinnen, die vor allem anderen das Leben prägen müssten: „Es ist aber vor allem eine Herausforderung, für das Wort Gottes und für sein Lob einzutreten“, nahm der Bischof Bezug auf den heutigen Gedenktag der Märtyrerin Agatha und den Evangeliums-Text von der Enthauptung des Johannes.
Für den Schutz des Sonntags
Vehement trat der Bischof für den Schutz des Sonntags ein: „Er dient nicht nur der ,seelischen Erhebung‘ und dem Raum für Familie und Freunde, sondern er ist in erster Linie der Tag für Gott, an dem wir uns erinnern, dass wir unser Leben nicht selber machen, sondern es geschenkt bekommen“.
Bläser-Ensemble
Untermalt von satten Klängen eines Blechbläser-Ensembles – harmonisch gemixt aus Mitgliedern von Universitäts-Orchester und der Westfälischen Schule für Musik – sprachen Mitglieder des Vereins die Fürbitten, in denen auch der Verstorbenen der Kaufmannschaft gedacht wurde. Nach der Messe begab sich der Bischof ins Rathaus, wo er erstmals im Kreis der Kaufmannschaft an der Traditionsveranstaltung teilnahm.
Heike Hänscheid
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