Zustimmung der Bürger zu geplanter Jugend-Therapie-Einrichtung in Roxel: Weiterer Informationsabend

Kinder und Jugendliche mit einem gestörten Körpergefühl - etwa Magersüchtige - lernen in einer Tagesklinik wie der in Roxel geplanten, einen neuen Blick auf sich. [Foto: Pixelio/Hautumm]
Zur geplanten Einrichtung einer Tagesklinik in Roxel gibt es am Dienstag, 9. Februar, um 18 Uhr eine zweite Bürger-Informationsveranstaltung in der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie an der Schmeddingstraße 50.
Bei der ersten Veranstaltung waren rund 30 Bürgerinnen und Bürger der Einladung gefolgt: Das Universitätsklinikum Münster (UKM) führt derzeit Verhandlungen mit der Stadt über eine Anmietung der ehemaligen Bezirksverwaltungsstelle an der Schelmenstiege 1. Konkret geht es um die Einrichtung einer Tagesklinik der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie mit zwölf Behandlungsplätzen.
Projekt als Interimslösung
Prof. Dr. Norbert Roeder, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor des UKM, stellte gemeinsam mit Prof. Dr. Tilman Fürniss, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des UKM, die geplante Tagesklinik vor. Die Tagesklinik soll als Interimslösung für maximal fünf Jahre im alten nicht mehr genutzten Gebäude der Bezirksvertretung Roxel untergebracht werden.
Neues Therapie-Angebot
Die Fragen der Bürger gingen etwa dahin, ob auch gewalttätige Jugendliche oder Jugendliche mit Drogenproblemen dort behandelt werden: Das wird nicht der Fall sein, betonte Prof. Fürniss mit Nachdruck, da solche Jugendliche nur in anderen dafür spezialisierten Einrichtungen außerhalb von Münster therapiert werden. In der Tagesklinik sollen Kinder und Jugendliche ggf. mit ihren Familien tagsüber bei Erkrankungen wie z.B. Essstörungen, Aufmerksamkeitsdefizitstörung und Depression behandelt werden. Abends und am Wochenende leben die Patienten in ihrem normalen sozialen Umfeld. Insgesamt gab es von den Bürgern auch einen deutlichen Zuspruch für die geplante Tagesklinik, da dadurch ein wichtiges Therapieangebot in Münster erstmalig geschaffen werde.
Bisher keine Behandlung vor Ort
Hintergrund der geplanten Anmietung: Der Bedarf an tagesklinischen Behandlungsplätzen für Schulkinder und Jugendliche ist groß. In Münster gibt es derzeit keine entsprechende Tagesklinik, so dass Patienten vor Ort nicht angemessen behandelt werden können. Wohnortferne Tageskliniken mit langen, täglichen Fahrtzeiten für Patienten und Eltern sind allenfalls im Einzelfall möglich und fachlich vertretbar. Das UKM möchte zeitnah diese Versorgungslücke schließen.
Tagesablauf
In einer Tagesklinik verbringen die Patienten täglich etwa sechs bis acht Stunden. Sie haben einen strukturierten Tagesablauf mit therapeutischen Maßnahmen wie Einzel- und Familiengesprächen, Kunst- und Gestalttherapie und Bewegungstherapie. Die Kinder und Jugendlichen werden während der mehrwöchigen Behandlung ebenfalls von der klinikeigenen Schule unterrichtet und erhalten Hausaufgabenbetreuung. Die Familien der Patienten sind eng in die Therapie eingebunden.
- Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben
- Druckversion
- 229 Aufrufe
News von: OPEN:ECHO
- [12.03.2010 | ECHO]
Fetzige A-Capella-Musik hören, Nachwuchsforschern über die Schultern schauen oder bei der neuen Premiere der English Drama Group dabei sein? Die müsnterschen Hochschulen laden alle Interessierten ein.
[12.03.2010 | ECHO]Da freuen sich die Clinic-Clowns - und vor allem ihre Patienten: Denn wieder hat eine Spende ihnen ein Stückchen Weitermachen ihrer wichtigen Arbeit finanziert.
[10.03.2010 | ECHO]Das „Traumanetzwerk NordWest“ ist mit dem „Karl Storz Innovationspreis Telemedizin“ ausgezeichnet worden.
- [09.03.2010 | ECHO]
Münsters Hochschulen haben zwei aktuelle Angebote: Beide drehen sich um die Ausbildung künftiger Spezialisten.
[08.03.2010 | ECHO]Über 200 Augenärzte aus ganz Deutschland werden am 20. März am Universitätsklinikum (UKM) erwartet: Erstmals findet an diesem Tag das „Münster Hornhaut Forum“ statt.
Organisiert wird die Veranstaltung von der Augenklinik des UKM. Einen Schwerpunkt stellen neue Verfahren zur Hornhaut-Behandlung, einschließlich der Transplantation dar.


















